WIB - Weißenseer Integrationsbetriebe GmbH| Tassostr.17, 13086 Berlin|Tel. 030. 47 99 11 0|Fax. 030. 47 99 11 32|Mail: info@wib-verbund.de

für seine Lebensgeschichte. Jeder Mensch ist der Experte gleichberechtigte Teilhabe am Leben. Wir wollen eine selbstverständliche und Integration sozial benachteiligter Menschen. Wir fördern die soziale und berufliche Wohnen, Beschäftigung und Arbeit. Wir bieten Betreuung, Beratung, in unserem Handeln sind uns wichtig. Beiderseitiges Vertrauen und Verantwortung Erfahrungen und unsere Kreativität ein. Gemeinsam setzen wir unser Wissen, unsere entwickeln wir Zukunftsperspektiven. Gemeinsam mit allen Beteiligten

Berliner Kurier vom 07.09.2020

Jeder hat das Recht auf Teilhabe

Menschen mit Handicap gehören zu unserer Gesellschaft. Soziale Einrichtungen kümmern sich darum, dass sie an ihr teilnehmen können

 

 

für seine Lebensgeschichte. Jeder Mensch ist der Experte gleichberechtigte Teilhabe am Leben. Wir wollen eine selbstverständliche und Integration sozial benachteiligter Menschen. Wir fördern die soziale und berufliche Wohnen, Beschäftigung und Arbeit. Wir bieten Betreuung, Beratung, in unserem Handeln sind uns wichtig. Beiderseitiges Vertrauen und Verantwortung Erfahrungen und unsere Kreativität ein. Gemeinsam setzen wir unser Wissen, unsere entwickeln wir Zukunftsperspektiven. Gemeinsam mit allen Beteiligten

Bunte Kissen schneidern und Taschen designen

Gemeinnützige WIB GmbH wurde vor 30 Jahren gegründet

Es ist eines der imposantesten Gebäude im Ortsteil: Das Postamt an der Ecke Charlottenburger und Tassostraße. Doch dass sich in diesem Gebäude heute nicht nur eine Postbank befindet, sondern auch Beschäftigte in einer anerkannten Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten, wissen die wenigsten.

Eingeweiht wurde das frühere Weißenseer „Postamt 1. Klasse“ am 10. Oktober 1915. Das Gebäude wurde von der damaligen Reichspost neu errichtet, weil Weißensee seinerzeit stetig wuchs. Seit Anfang der 90er-Jahre benötigte die Post aber immer weniger Raum. Und heute erinnert nur noch die Postbank an frühere Zeiten.

In den Gebäudeflügel an der Tassostraße 17 konnte indes die WIB Weißenseer Integrationsbetriebe GmbH einziehen. Deren Geschichte begann 1990. Seinerzeit wollten die Mitarbeiter der Stadtbezirksstelle für Rehabilitation und andere in diesem Bereich Tätige die Arbeit mit behinderten Menschen in neue Strukturen überführen. Sie gründeten zunächst den Verein Integration Behinderter, aus dem später die gemeinnützige WIB GmbH wurde.

16 Standorte

Der WIB-Verbund wuchs stetig weiter. Er ist inzwischen an 16 Standorten mit unterschiedlichen Angeboten tätig. Die Bandbreite reicht von Beratungen der Integrationsdienste, betreuten Wohnangeboten bis zu Beschäftigungsangeboten. Weil letztere immer facettenreicher wurden, gründete sich die Werkstatt im WIB-Verbund die WERGO GmbH. Deren Hauptstandort befindet sich in den Räumen des ehemaligen Postamtes an der Tassostraße 17. Dort befinden sich heute die WERGO-Fachbereiche Catering und Kantine, Büro und Verpackung, Hauswirtschaft, die Betriebsintegrierte Arbeit sowie Textil und Design.

Seit dem Shutdown im März war es in all diesen Werkstätten allerdings sehr ruhig. Die meisten Beschäftigten mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen unterschiedlicher Art mussten zum Schutz ihrer Gesundheit daheim bleiben. Doch inzwischen gehen die Werkstätten wieder Schritt für Schritt in Betrieb. Dazu gehört der Bereich Textil und Design. In dessen Berufsbildungsbereich sitzen Birgit Mang und David Bossart zurzeit an Schneidertischen und Nähmaschinen. Unter Anleitung von Simone Mackowiak nähen sie unter anderem Kissen.

Die beiden jungen Leute werden im Berufsbildungsbereich über zwei Jahre lang an das Tätigkeitsfeld Textil und Design herangeführt. Das ermöglicht ihnen später eine reguläre Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt oder in einer anerkannten Werkstatt für Menschen mit Behinderung. „Auch wenn wir nicht in der Werkstatt waren, haben wir trotzdem gearbeitet“, berichtet David Bossart. „Ich sagte: Ich brauche Maßband, Schere, Nadeln. Und dann habe ich Mund-Nasen-Masken genäht.“ Mit den von David und weiteren Beschäftigten genähten Masken wurden zunächst alle Mitarbeiter der Wergo ausgestattet. Aber auch für soziale Einrichtungen wurden solche Masken gefertigt.

Aufträge abarbeiten

Inzwischen sind die ersten der insgesamt zwanzig Mitarbeiter aus dem Bereich Textil und Design wieder zurück. „Weil unsere Werkstatträume nicht allzu groß sind, können noch nicht alle wieder bei uns im Haus an die Arbeit gehen“, erklärt Simone Mackowiak. Aber zumindest kann nun mit dem Abarbeiten von Aufträgen wieder begonnen werden. Dazu gehört der Auftrag zur Herstellung bunter Kissen für das Label Tell Me (www.tellme.berlin). An diesem arbeitet gerade Birgit Mang mit Begeisterung. Daneben werden für das junge Modelabel Suere (www.suere-fashion.de) Hosen, Tops oder auch Mundschutze genäht. Für weitere Auftraggeber werden indes OP-Hauben, Leckerli-Beutel für Hunde oder Taschen im A5 Format hergestellt.

Dass dieser WERGO-Bereich nicht nur Textil, sondern auch Design im Namen trägt, hat seinen Grund. Mit der Marke „von uns“ (www.von-uns.berlin) ist nämlich auch ein eigenes Label entwickelt worden. Das Besondere an dieser Produktlinie: Auf ihr finden sich Ausschnitte aus Stadtplänen. Zu den Produkten zählen zum Beispiel Taschen, Brustbeutel oder auch Kissen, berichtet Peter Halle. Er ist seit 2011 einer der Beschäftigten im Bereich Textil und Design und arbeitet auch an diesen Produkten mit.

„Nachdem ich zunächst zwei Jahre im Berufsbildungsbereich war, entschied ich mich, bei der WERGO zu bleiben“, sagt der Weißenseer. „Die Nettigkeit der Leute hier und die Fürsorglichkeit der Betreuer hat mir mein Leben gerettet“, fasst er seine Geschichte zusammen. So geht es auch manch anderen Beschäftigten der WERGO im WIB-Verbund. Dieser kann übrigens im September sein 30. Gründungsjubiläum begehen.

… (Den gesamten Artikel können Sie hier lesen)

für seine Lebensgeschichte. Jeder Mensch ist der Experte

Bezirksbürgermeister Sören Benn und Integrationsbeauftragte Nina Tsonkidis zu Besuch bei WIB


Im Rahmen seiner Sommertour durch Pankow und anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von WIB besuchte der Bezirksbürgermeister Benn verschiedene WIB-Bereiche. Es fand ein reger Austausch mit Mitarbeiter*innen und Klient*innen der Wohnraumberatung für geflüchtete Menschen, des Betreuten Einzelwohnens für Menschen mit psychischen Erkrankungen, der Kontakt- und Beratungsstelle, des Bereichs Individuelle Wege in Arbeit (InWeA) und der WERGO Werkstatt statt.

Am 7. August 2020 besuchte Bezirksbürgermeister Sören Benn zusammen mit der Integrationsbeauftragten, Nina Tsonkidis, den WIB-Verbund. In mehreren Gesprächsrunden informierten sich die beiden Gäste über die interkulturelle Ausrichtung der WIB-Arbeit in verschiedenen Arbeitsbereichen. WIB-Mitarbeiter*innen stellten ihnen die Angebote für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung vor. Dabei ließen sie die Menschen, die die Angebote erhalten, selbst zu Wort kommen.

Anschließend wurden die Gäste durch die WERGO-Werkstatt mit den verschiedenen Arbeitsbereichen, geführt. Bei WERGO Texil & Design und bei WERGO Catering & Kantine tauschen sich Herr Benn und Frau Tsonkidis mit den Werkstattbeschäftigten und ihren Fachanleiter*innen aus.

Insgesamt war der Besuch des Bezirksbürgermeisters ein voller Erfolg!

Mit großem Interesse an unserer Arbeit fragte Herr Benn an vielen Stellen nach, erkundigte sich bei den Klient*innen nach deren persönlicher Lebenssituation und gab uns an vielen Stellen hilfreiche Tipps zu Vernetzungsmöglichkeiten im Bezirk. Wir haben Herrn Benn und die Integrationsbeauftragte Frau Tsonkidis als sehr bürgernah erlebt. Das lässt uns in diesem Bezirk sehr gerne weiterhin engagierte Sozialarbeit machen!

Erste Etappe:
WIB Kontakt- und Beratungsstelle / Integration geflüchteter Menschen in der Börnestraße 12

Die Gäste interessierten sich vor allem für die Wohnraumberatung des Bereichs „Integration geflüchteter Menschen“. Dieses, da dieses Projekt vom Integrationsfond des Bezirks Pankow finanziert wird. Dort beraten und begleiten wir erwachsene Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund sowie ihre Familien bei der Wohnraumsuche. Unser Ziel ist, mit der Realisierung von Wohnraum für die Menschen eine Grundlage für eine gesellschaftliche Integration, psychische Gesundheit sowie soziale Teilhabe zu schaffen. Dabei bauen wir unsere Vernetzung mit der Flüchtlingshilfe und Migrant*innenorganisationen weiter aus, was letztlich auch den Klientinnen und Klienten nachhaltig zugutekommt.
Auch die WIB Kontakt- und Beratungsstelle und WIB Betreutes Einzelwohnen für Menschen mit psychischen und Sucht-Erkrankungen stellten ihre interkulturelle Ausrichtung und Erfahrungen mit geflüchteten Menschen vor.

 
Bilder: Gesprächsrunde mit den Bereichen Integration geflüchteter Menschen – Wohnraumberatung, Betreutes Einzelwohnen für Menschen mit psychischen und Sucht-Erkrankungen und Kontakt- und Beratungsstelle

 

Zweite Etappe:
der WIB Integrationsberatungsbereich „Individuelle Wege in Arbeit (InWeA)“ in der Charlottenburger Straße 140

Auch bei InWeA, ein Angebot der Integrationsberatung der WIB GmbH, konnte der Bezirksbürgermeister direkt ins Gespräch mit einem Empfänger der Beratung kommen. InWeA ist ein berufliches Einzelcoaching für geflüchtete Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund.  Die Bewilligungen werden vom Jobcenter oder von der Agentur für Arbeit ausgestellt. In einem ersten Schritt geht es bei der Beratung um die Klärung der Gesamtsituation und der beruflichen Grundlagen sowie um Lösungen für gesundheitliche und psychosoziale Probleme. In einer zweiten Phase werden auf der Basis von beruflichen Potentialen, Erfahrungen und eigenen Ziele eine realisierbare berufliche Perspektive entwickelt und bei Bewerbung und Vorstellungsgesprächen gecoacht. Die Teilnehmenden werden auch bei der konkreten Suche nach Praktikums- und Arbeitsplätzen unterstützt.


Bilder: Gesprächsrunde mit dem Bereich Individuelle Wege in Arbeit (InWeA)

 

Dritte Etappe:
Besuch bei WERGO Textil & Design und WERGO Catering & Kantine

Zur letzten Besuchsetappe gehörte die Werkstatt der WERGO GmbH. Die WERGO GmbH bietet angepasste Arbeitsplätze für Menschen mit unterschiedlichen Assistenzbedarfen an. Zu den WERGO-Fachbereichen gehören Catering & Kantine, Büro & Verpackung, Hauswirtschaft, Betriebsintegrierte Arbeit sowie Textil & Design.

Für Auftragsgeber*innen führen wir die Garten- und Landschaftspflege sowie Gebäudereinigungen durch und fertigen Caterings für verschiedene Institutionen und Veranstaltungen. Auch in der WERGO GmbH entwickeln wir unsere interkulturellen Kompetenzen stetig weiter und arbeiten mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft zusammen.


Bild: Die Fachanleitung von WERGO Textil & Design stellt verschiedene Produkte der Schneiderei vor


Bild: Gespräch mit Fachanleiter*innen von WERGO Catering & Kantine

für seine Lebensgeschichte. Jeder Mensch ist der Experte

Wohnungssuche
Navigationshilfe in unbekanntem Gewässer

Artikel von Rosemarie Mieder – MieterMagazin

Geflüchtete wohnen oft jahrelang in Heimen und Wohnungslosenunterkünften. Denn auf dem Berliner Wohnungsmarkt haben sie kaum eine Chance, weil sie den Markt nicht kennen und ihnen Erfahrung damit fehlt. Damit es ihnen gelingt, sich besser zu positionieren und durchzusetzen, leistet ein Pankower Projekt Hilfestellung.

Die Aussichten auf eigene vier Wände und damit ein Privatleben sehen für geflüchtete Menschen besonders trübe aus: „Sie haben Sprachbarrieren und wissen nicht, wie der Berliner Wohnungsmarkt funktioniert“, sagt Malalai Murr vom Projekt „Wohnraumberatung für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund“.Die Weißenseer Integrationsbetriebe (WIB) starteten es zu Beginn dieses Jahres – finanziert vom Bezirksamt Pankow. Seitdem beantwortet Malalai Murr tagtäglich Anfragen und begleitet einen Teil ihrer Klienten auf deren Suche nach einer eigenen Wohnung. Antworten auf Anzeigen im Internet, die notwendigen Dokumente für eine Bewerbung, das Auftreten bei einer Besichtigung und nicht zuletzt das Anfordern von Schufa-Auskünften oder das Beantragen eines Wohnberechtigungsscheines sind für die meisten kaum zu überwindende Hindernisse.Das Pankower Projekt, das ausschließlich für Wohnungssuchende des Bezirkes zuständig ist, läuft erst einmal bis zum Jahresende. Die Organisatoren hoffen jedoch auf Verlängerung. Notwendig wäre es, denn die Beratungsstelle erreichen immer mehr Anfragen und Hilferufe.
Rosemarie Mieder

TEIL WERDEN. von uns KUNDE WERDEN. von uns

Interviews von SUERE Fashion mit WERGO-Werkstattbeschäftigten Birgit und David von Textil & Design

Birgit, 38

Werkstattbeschäftigte bei WERGO Textil & Design.

„Ich würde gern mal ein schönes Teil nur für mich nähen“

Schon in der Schule merkte Birgit, dass sie sich zum Schneidern hingezogen fühlt. Neben den Fächern des Werkelns, Haushaltslehre oder Holzarbeiten fand sie das für sich bestes Fach- Handarbeit. In der Werkstatt ist Birgit seit einem Jahr angestellt und ist zurzeit im Berufsbildungsbereich tätig. So lernt sie z.B. mit einer Industriemaschine umzugehen, was etwas total anderes ist, als zu Hause zu nähen. Die gelernte Bürokauffrau hat nach einigen Rückschlägen im Leben bei der Werkstatt eine Struktur gefunden, die ihr Leben bereichert. Besonders stolz ist sie auf ihren ersten selbstgenähten Mund-und Nasenbehelfsschutz. Sie hat sich einen Stoff ausgesucht, welcher schwer zu verarbeiten war. Bei diesem Projekt konnte Birgit über sich hinauswachsen. „Mein Traum ist es, irgendwann nur noch meine Kleidung selbst zu nähen.“  Vielleicht kann sie ihrem Traum näher kommen: Birgit will an Workshops bei SUERE teilnehmen, in denen man seine eigene Kleidung näht.

Interviewtext von https://www.suere-fashion.de/team/

 

David, 27

Werkstattbeschäftigter bei WERGO Textil & Design.
„Ich mag die Farbe Blau, wie der Himmel oder das Meer, sie erinnert mich an Freiheit.“

David hat sich schon früh für Textil und Design interessiert und eine Ausbildung an der Berufsfachschule begonnen. In einer frauendominierten Ausbildung fühlte er sich wie der „Hahn im Korb“ und fand die Arbeit mit den Textilien spannend. Zu der Werkstatt fand er erst später und näht seit ca. 3 Jahren. Besonders stolz ist er auf einen Rucksack, den er schon mehrfach genäht und auch an Freunde verschenkt hat. „Ich kann beim nähen meine Musik hören und einfach mal abtauchen. Ich mag meinen Freunden eine Freude machen und habe auch schon mal etwas selbstgenähtes verschenkt“. Seine zweite Leidenschaft neben dem Nähen ist das Manga lesen oder Disneyfilme sammeln – bereits 200 Filme hat er in seiner Kollektion. David träumt davon, einmal eine Reise nach Tokio zu machen. Für ihn ist der Weltfrieden ein großer Wunsch, und dass Menschen und Tiere friedlich leben können.

Interviewtext von  https://www.suere-fashion.de/team/

Kreativität ausleben. Spaß beim Kochen und Backen.

WERGO-Kantine: Für Gäste ist leider noch keine Bewirtung möglich.

Liebe Teilnehmer*innen, liebe Beschäftigte, liebe Gäste unserer Kantine,

Für Teilnehmer*innen und Beschäftigte der WERGO GmbH sowie für unsere Auftraggeber bereiten wir täglich zwei leckere Mittagsangebote zu. Für Gäste außerhalb unseres Unternehmens können wir aktuell kein Mittagessen anbieten. Wir bitten um Ihr Verständnis!

Ihr WERGO-Team

Sorgfältiger Reinigungsservice. Hochqualitative Leistungen.
Systemrelevanter Inklusionsbetrieb

Seit zehn Jahren betreibt die WIB Integ GmbH das Waschhaus an der Storkower Straße

Im alten Waschhaus in der Storkower Straße 50 hat ein ungewöhnlicher Inklusionsbetrieb sein Zuhause. Dort arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in einer Kiezwäscherei zusammen.

Das Waschhaus wurde vor zehn Jahren eröffnet. Errichtet wurde dieses Gebäude zwar ursprünglich bereits als Kiezwäscherei, aber nach 1990 befand sich in diesem Flachbau mehrere Jahre lang ein Matratzenhändler. Danach wurde es von Künstlern genutzt, die dort Ausstellungen organisierten und Partys feierten. 2010 hatte die WIB Integ GmbH die Möglichkeit, das Gebäude zu erwerben. Sie ist eine Tochter der WIB Weißenseer Integrationsbetriebe – eines Einrichtungsverbund, der im Bezirk Pankow mehrere Projekte betreibt. Gegründet wurde er vor 30 Jahren mit dem Ziel, psychisch kranke, suchtkranke und hörbehinderte Menschen durch Beratung und Betreuung, Beschäftigung und Arbeit sozial und beruflich zu integrieren.

Den Wäschereibetrieb gründete die WIB bereits vor 20 Jahren im Weißenseer Komponistenviertel. Als sich allerdings die Möglichkeit bot, das Waschhaus in Prenzlauer Berg zu erwerben, zog das Projekt um. Mit Unterstützung engagierter Architekten ließ die WIB das alte Gebäude zu einem modernen und allen Umweltrichtlinien entsprechenden Wäschereibetrieb umbauen. „Unser Team bearbeitet im Waschhaus alle waschbaren Textilien“, erklärt Teamleiterin Urszulla Galla. Sie ist seit Bestehen des WIB-Waschhauses dabei und absolute Fachfrau. Von Beruf ist sie nämlich Textilingenieurin. Mit ihrer Fachkenntnis und Erfahrung sorgt Urszulla Galla dafür, dass die Wäschebearbeitung effektiv und in hoher Qualität erfolgt. Beschäftigt sind im Waschhaus acht Mitarbeiter, von denen ein Teil hörgeschädigt oder geistig behindert ist.

Im Waschhaus gab es übrigens keine coronabedingten Pausen. „Das Waschhaus wurde als systemrelevant eingestuft“, so WIB-Bereichsleiterin Annett Sprang. „Denn frisch gewaschene Wäsche wird in den Altenheimen und Institutionen, für die bei uns gewaschen wird, immer benötigt.“ Nicht nur Altenheime, Institutionen der öffentlichen Hand und andere gewerbliche Einrichtungen gehören zu den Kunden, sondern auch Privatkunden aus den benachbarten Kiezen. Auch dabei handelt es sich überwiegend um ältere Menschen aus dem Komponistenviertel oder der Grünen Stadt. Den Senioren bietet der WIB-Verbund sogar einen Lieferservice.

In der Wäscherei werden an einem ganz normalen Arbeitstag 400 bis 500 Kilogramm Textilien gewaschen. Klar, dass dabei auch die Technik äußerst beansprucht wird, vor allem das „Herzstück des Waschhauses“, wie es Leiterin Urszulla Galla bezeichnet. „Dabei handelt es sich um unseren Dampferzeuger, der im Keller steht. Wir hoffen, dass wir demnächst einen neuen bekommen.“ … (Den gesamten Artikel können Sie hier lesen)

für seine Lebensgeschichte. Jeder Mensch ist der Experte

Weißenseer Projekt unterstützt Migranten bei der Suche nach den eigenen vier Wänden

Im Bezirk gibt es jetzt eine „Wohnraumberatung für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund“. Mit dieser beauftragte das Bezirksamt die WIB Weißenseer Integrationsbetriebe GmbH. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Integrationsfonds.

Für Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen ist es nicht leicht, in der Stadt eine Wohnung zu finden, vor allem wenn sie über ein geringes Einkommen verfügen. Sie brauchen Unterstützung, um auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt den Zuschlag für eine Wohnung zu bekommen. Die Suche ist nicht nur für Menschen schwierig, die derzeit in Flüchtlingsunterkünften leben, sondern auch für Migranten, die in Berlin einen Job fanden und nun eine Wohnung brauchen. Die meisten wissen gar nicht, wie man sich wirkungsvoll auf ein Wohnungsangebot bewirbt oder welche Unterlagen dafür erforderlich sind. Zu all diesen Fragen berät nun Malalai Murr vom WIB-Projekt „Wohnraumberatung für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund“.

Seit Mitte 2016 suchten immer mehr Menschen mit Fluchterfahrung Hilfe beim WIB-Verbund, berichtet Geschäftsführerin Gudula Lühle. Viele kamen mit traumatischen Erfahrungen. Es gab einen zunehmenden Beratungsbedarf. Außerdem litten einige Ratsuchende auch unter psychischen Erkrankungen. Diesen machte der WIB-Verbund seitdem Unterstützungsangebote. So wurden diese Menschen in das betreute Einzelwohnen des WIB-Verbundes aufgenommen. Außerdem wurde das Projekt „Individuelle Wege in Arbeit für Menschen mit Fluchterfahrungen und Migrationshintergrund“ gestartet. In einem weiteren Schritt werden Menschen nichtdeutscher Herkunft nun bei der Wohnungssuche unterstützt.

Die Ansprechpartnerin Malalai Murr berät normalerweise in der Kontakt- und Beratungsstelle der WIB, Börnestraße 12. Wegen der coronabedingten Beschränkungen findet diese Beratung bis auf Weiteres allerdings nur nach Absprache unter Tel. 0157 76 29 55 47 sowie per E-Mail Murr@wib-verbund.de statt. Wichtig zu wissen ist, dass diese Beratung nur Menschen in Anspruch nehmen können, die derzeit im Bezirk Pankow leben. Die meisten Ratsuchenden melden sich bei Malalai Murr weil sie schlicht und einfach nicht verstehen, wie die Wohnungssuche in Berlin abläuft, und sie keine Ahnung vom strukturierten Vorgehen bei einer Wohnungssuche haben. Für andere sind die Sprachbarrieren so hoch, dass sie sich nicht trauen, eigenständig auf Wohnungssuche zu gehen. Wieder andere haben nicht einmal ein E-Mail-Konto oder ein Handy, über das sie mit einem Wohnungsanbieter kommunizieren könnten. Auch in diesem Punkt ist erst einmal Grundlegendes zu klären … (Den gesamten Artikel können Sie hier lesen)

Kreativität ausleben. Spaß beim Kochen und Backen.

Umgang mit dem Coronavirus bei WERGO. Abstand schützt! Wir schaffen das gemeinsam!

Liebe Teilnehmer*innen, liebe Beschäftigte, liebe Gäste unserer Kantine,

aufgrund der „Zweiten Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung“ vom 21. Juli 2020 ist die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Werkstätten wieder gestattet. Voraussetzung für die Beschäftigung in unseren Räumen ist das Werkstattschutzkonzept.

Eine vollumfängliche Öffnung der Werkstatt ist bis einschließlich 30. September 2020 weiterhin untersagt. Jedoch ist es uns mittlerweile wieder möglich eine größere Anzahl von Werkstattbeschäftigten auf unseren Arbeitsplätzen zu betreuen (§ 7, Absatz 6 Zweite Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung).

Wir freuen uns auf die Rückkehr unserer Teilnehmer*innen und Beschäftigten in die Werkstatt und danken all unseren Werkstattbeschäftigten vor Ort für die Mithilfe bei der Einhaltung unserer Hygieneschutzmaßnahmen.

Unsere Kantine kocht wieder: Für Teilnehmer*innen und Beschäftigte der WERGO GmbH sowie für unsere Auftraggeber*innen bereiten wir wieder täglich zwei, leckere Mittagsangebote zu. Für Gäste außerhalb unseres Unternehmens können wir aktuell noch kein Mittagessen anbieten. Wir bitten um Ihr Verständnis!


Haben Sie noch Fragen?

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00 bis 15:00 Uhr unter 030.92 400 78 0.

Viele Grüße und bleiben Sie bei guter Gesundheit,

Ihr WERGO-Team

Bitte helfen Sie mit, indem Sie auf Ihre Gesundheit achten, den Mindestabstand einhalten und die Hygieneregeln befolgen!

Bleiben Sie informiert!

Aktuelle Informationen zu Corona auch in Gebärdensprache, in leichter Sprache und in mehreren Sprachen finden Sie beim Paritätischen Gesamtverband https://www.der-paritaetische.de/schwerpunkt/corona/

für seine Lebensgeschichte. Jeder Mensch ist der Experte

Neues Projekt gestartet: Wohnraumberatung für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund

Das Projekt “Wohnraumberatung für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund” ist jetzt gestartet. Es wurde von der Abteilung Jugend, Wirtschaft und Soziales des Bezirksamtes Pankow zur Förderung aus Mitteln des Integrationsfonds für 2020 angemeldet und erhielt eine Finanzierungszusage. Träger ist die WIB, Weißenseer Integrationsbetriebe GmbH.
In Berlin ist Wohnraum für Menschen mit niedrigem Einkommen besonders rar, auch in Pankow. Zu diesen Menschen zählen häufig z.B. Studenten, Rentner mit geringen Einkommen, Alleinerziehende, Menschen in prekären Beschäftigungen und Geflüchtete. Nicht selten sind sie von Verdrängung und Ausgrenzung betroffen. Um auch ihnen eine Chance zu geben, auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt hin und wieder als Sieger mit der neuen Wohnung hervorzugehen, brauchen sie besondere Unterstützung und Beratung.
„Mit der Wohnraumberatung für Menschen mit Flucht und Migrationshintergrund soll in einem ersten Schritt diese Gruppe durch Beratung und Empowerment bei der Wohnungssuche konkret unterstützt werden“, erklärt die Stadträtin für Jugend, Wirtschaft und Soziales, Rona Tietje (SPD). „Intern wird an weiteren Beratungsangeboten für die gesamte Bedarfsgruppe gearbeitet“, so die Stadträtin weiter.
Die Wohnraumberatung von WIB umfasst die Information darüber, wie man nach einer Wohnung suchen kann, was für Unterlagen benötigt werden, leistet Hilfe bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und unterstützt bei der Akquise. Die Terminvergabe erfolgt nach vorheriger Vereinbarung per E-Mail oder telefonisch. Mittwochs gibt es von 10 – 12 Uhr eine offene Sprechstunde. Kontakt: WIB – Wohnraumberatung für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, Frau Malalai Murr, Börnestraße 12, 13086 Berlin, in den Räumen der Kontakt- und Beratungsstelle der WIB, E-Mail: Murr@wib-verbund.de, Tel.: 0157 76295547.